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Fuß- und Nagelpilz – Vorkommen und Übertragungswege

Fußpilz fühlt sich überall wohl, wo es feucht und warm ist. Demnach sind öffentliche Schwimmbäder, Saunen oder Duschen die geeigneten Plätze, an denen sich der Pilz gut ausbreiten kann. Das Ansteckende an Fußpilz sind die Sporen der Dermatophyten (Fadenpilze), die auch auf Hautschüppchen sitzen und in Strümpfen und Schuhen wochenlang überleben. Im Gegensatz zu Bakterien verfügen diese Pilze über bestimmte Eiweiße, die es ihnen ermöglichen, leichter in die Haut einzudringen. Der Pilz kann leider auch auf die Nägel übergreifen. Dabei verfärbt sich der Nagel gelblich, er wird dicker und bröckeliger. Das ist sehr unangenehm und je fortgeschrittener das Stadium ist, umso schwieriger zu behandeln.


Ist die Haut erst einmal durch eine Pilzinfektion geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Pilzsporen sind somit oftmals Wegbereiter für gefährliche Infektionen. Menschen mit Diabetes mellitus sind häufig an Folgeerkrankungen wie Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen der Beine betroffen. Dadurch ist das Schmerzempfinden in den Füßen ist deutlich herabgesetzt und Wunden heilen schlechter. Das Fußpilzsymptom Juckreiz fehlt bei ihnen oft ganz. Auch Rötungen treten nicht immer auf. Die auffallend verdickte Hornschicht und eine starke Abschuppung an den Füßen deuten viele Patienten zunächst als Anzeichen einer trockenen Haut. Häufig entdecken Diabetiker die Infektion nicht oder erst sehr spät bei sich. Als Folge kann sich die Infektion rasch ausbreiten und letztendlich sogar zum Verlust von Gliedmaßen führen. Sollte der Verdacht auf eine Pilzinfektion bestehen, rate ich den Patienten, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.


Nicht jeder steckt sich mit Fußpilz an

Im Normalfall stellt die Haut eine Schutzbarriere für den Körper dar und verfügt, durch ihren Säureschutzmantel, über ausreichende Abwehrmöglichkeiten. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist also das A und O, um Erreger abzuwehren. Ist das Immunsystem intakt, kann der Mensch durch Pilzsporen wandern, ohne sich damit zu infizieren. Sporen können nur eindringen, wenn die Haut vorgeschädigt ist. Dies sind meist kleinste Risse in der Haut - mit dem bloßen Auge oft kaum zu erkennen. Personen, die extrem dünne und trockene Haut besitzen, neigen eher dazu, sich mit Fußpilz anzustecken.